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Grundlagenforschung

Grundlagenforschung

Neben ihrer Orientierung auf spezielle Fragestellungen in der Wirtschaftspädagogik zeichnet sich die Forschungsarbeit der Linzer Wirtschaftspädagogik durch eine Befassung mit Problemstellungen aus dem Bereich der Grundlagenforschung und eine enge Verzahnung mit den Grundlagen- und Nachbarwissenschaften der Disziplin aus. 

1. Tacit knowing (implizites Wissen)

Berufs- und wirtschaftspädagogisches Handeln ist in hohem Maße didaktisches Handeln. Didaktik freilich
bedarf der Rückbesinnung auf lehr-lerntheoretische und kognitionspsychologische Grundfragen. In diesem
Zusammenhang gilt unser besonderes Augenmerk dem Konzept des „impliziten Wissens“  und den Zusammenhängen und Bruchstellen zwischen explizitem Wissen und praktischem Können:

  • Neuweg, Georg Hans (1998). Wissen und Können. Zur berufspädagogischen Bedeutung psychologischer und didaktischer Kategorienfehler. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 94 (1), 1 22.
  • Neuweg, Georg Hans (Hrsg.) (2000). Wissen – Können – Reflexion. Ausgewählte Verhältnisbestimmungen. Innsbruck, Wien, München: StudienVerlag.
  • Neuweg, Georg Hans (2000). Mehr lernen, als man sagen kann: Konzepte und didaktische Perspektiven impliziten Lernens. Unterrichtswissenschaft, 28 (3), 197 217.
  • Neuweg, Georg Hans (2001). Könnerschaft und implizites Wissen. Zur lehr-lerntheoretischen Bedeutung der Erkenntnis- und Wissenstheorie Michael Polanyis (2., korr. Aufl. Münster). New York: Waxmann.
  • Neuweg, Georg Hans (2002). On Knowing and Learning. Lessons from Michael Polanyi and Gilbert Ryle. Appraisal, 4 (1), 41 48.
  • Neuweg, Georg Hans (2002). Über die Explizierbarkeit flexibler Muster. In Manfred Moldaschl (Hrsg.), Neue Arbeit – Neue Wissenschaft der Arbeit? (S. 91 109). Heidelberg: Asanger.
  • Neuweg, Georg Hans (2002). Wenn die einen nicht können, was sie wissen, und die anderen nicht wissen, was sie können. Über den problematischen Versuch, Können auf Umwegen zu prüfen. In Peter Baumgartner & Heike Welte (Hrsg.), Reflektierendes Lernen. Beiträge zu einer konstruktivistischen Wirtschaftspädagogik (S. 86 103). Innsbruck: Studien-Verlag.
  • Neuweg, Georg Hans (2004). Tacit knowing and Implicit Learning. In Martina Fischer, Nicholas Boreham & Barry Nyhan (eds.), European Perspectives on Learning at Work. The Acquisition of Work process knowledge (S. 130 147). Luxembourg: Office for Official Publications for the European Communities (= Cedefop Reference Series; 56).
  • Knoll, Günter (2005). Zu den komplexitätstheoretischen Grundlagen einer am Können orientierten Didaktik. Möglichkeiten und Grenzen der didaktischen Einflussnahme auf nicht-triviales Lernen im Lichte des Expertiseentwicklungsmodells von Dreyfus/Dreyfus. Linz: Universitätsverlag Rudolf Trauner. (= Schriften der Johannes Kepler Universität Linz. Reihe B Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
  • Neuweg, Georg Hans (2005). Implizites Wissen als Forschungsgegenstand. In Felix Rauner (Hrsg.), Handbuch der Berufsbildungsforschung (S. 581 588). Bielefeld: Bertelsmann.
  • Neuweg, Georg Hans (2005). Der Tacit Knowing View. Konturen eines Forschungsprogramms. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 101 (4), 557 573.
  • Neuweg, Georg Hans (2006). The Concept of Tacit Knowing. Educational Sciences (Odgojne znanosti), 8 (1), 79 94.
  • Neuweg, Georg Hans & Putz, Peter (2008). Methodological aspects. In Felix Rauner & Rupert Maclean (eds.), Handbook of Technical and Vocational Education and Training Research (S. 699 703). Dordrecht: Springer.
  • Neuweg, Georg Hans (2008). The tacit and implicit as a subject of VET research. In Felix Rauner & Rupert Maclean (eds.), Handbook of Technical and Vocational Education and Training Research (S. 725 731). Dordrecht: Springer.
  • Fothe, Stefan (2010). Taking Polanyi’s Concept of Tacit Knowing to Episodes of Intuitive Acting. In Appraisal, 8 (1), 22 – 29.
  • Neuweg, Georg Hans (2010). Der Tacit Knowing View – eine Diskussion zentraler Einwände. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 106 (4), 597 – 610.
  • Neuweg, Georg Hans (2015). Das Schweigen der Könner. Gesammelte Schriften zum impliziten Wissen. Münster: Waxmann.

2. Fragen des Standortes und des Selbstverständnisses der Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Der Bestimmung ihres Standortes schenkt die Berufs- und Wirtschaftspädagogik traditionell große Aufmerksamkeit. In diesem Zusammenhang setzen wir uns unter anderem mit dem Spannungsfeld zwischen wirtschafts- und erziehungswissenschaftlicher Positionierung unserer Disziplin auseinander.

  • Neuweg, Georg Hans (1997). Wirtschaftspädagogik und „ökonomische Verhaltenstheorie“. In Klaus-Peter Kruber (Hrsg.), Konzeptionelle Ansätze ökonomischer Bildung (S. 103 128). Bergisch Gladbach: Hobein.
  • Neuweg, Georg Hans (2003). Zwischen Standesamt und Scheidungsrichter: Die Wirtschaftspädagogik und der „homo oeconomicus“. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 99 (3), 350 367.
  • Baumann, Jan M. (2009). Zur inhaltlichen Ausrichtung der universitären berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung in Österreich – zehn Jahre Forschungsdokumentation im Überblick. bwp@ 16, Juni 2009.
  • Baumann, Jan M. (2009). Zur Kommunikationspraxis der universitären berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung in Österreich. Ein Ausflug in zehn Jahre Forschungsdokumentation. In Michaela Stock (Hrsg.), Entrepreneurship – Europa als Bildungsraum – Europäischer Qualifikationsrahmen (S. 201 – 208). Wien: Manz.

3. Bildungstheorie und -philosophie

Die bildungstheoretischen Arbeiten der Abteilung fokussieren das Problem der Werte-Erziehung im Allgemeinen, die wirtschaftsethische Frage im Besonderen, sowie das Theorie-Praxis-Problem.

  • Neuweg, Georg Hans (1995). Zur Grundlegung ethischer Bezüge in der Didaktik der Wirtschaftslehre. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 91 (4), 337 351.
  • Neuweg, Georg Hans (1996). Moralisieren oder Politisieren? Zwei wirtschaftspädagogische Optionen in Gefangenendilemma-Situationen. Erziehungswissenschaft und Beruf, 44 (2), 147 160.
  • Neuweg, Georg Hans (1997). Wirtschaftspädagogik und „ökonomische Verhaltenstheorie“. In Klaus-Peter Kruber (Hrsg.), Konzeptionelle Ansätze ökonomischer Bildung (S. 103 128). Bergisch Gladbach: Hobein.
  • Neuweg, Georg Hans (1997). Kritische Rationalität und „Werte-Erziehung“. Zeitschrift für Pädagogik, 43 (2/1997), 199 218.
  • Neuweg, Georg Hans (1998). Self-Reference and the Loss of Meaning. Appraisal, 2 (1), 37 42.
  • Neuweg, Georg Hans (2011). Praxis, Theorie. In Michael Maaser & Gerrit Walther (Hrsg.), Bildung. Ziele und Formen, Traditionen und Systeme, Medien und Akteure (S.126 – 129). Stuttgart: J. B. Metzler.
  • Neuweg, Georg Hans (2013). Der gute Mensch und sein Wissen. Was es einmal hieß, kompetent zu sein. In Konrad Paul Liessmann & Katharina Lacina (Hrsg.), Sackgassen der Bildungsreform. Ökonomisches Kalkül – Politsche Zwecke – Pädagogischer Sinn (S. 103 – 112). Wien: Facultas.
  • Neuweg, Georg Hans (2016). Werteerziehung in unsicheren Zeiten. wissenplus, 34 (2-15/16), 40 – 46.

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