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Vorstellungen von Studierenden zum Theorie-Praxis-Verhältnis (2016 – 2017)

Vorstellungen von Studierenden zum Theorie-Praxis-Verhältnis (2016 – 2017)

Hintergrund:

In vielen Publikationen wird berichtet, dass Studierende eine gewisse Skepsis gegenüber theoretischen Ausbildungsinhalten zum Ausdruck bringen und sich durchgängig eine stärkere Praxisorientierung der Ausbildung wünschen. Dabei wird jedoch nur selten erfasst, welche Vorstellungen von „Theorie“ einerseits und „Praxis“ andererseits diesen Wünschen zugrunde liegen.

Methode:

Im vorliegenden Projekt wurde versucht, diese Erkenntnislücke zu schließen. Insgesamt 23 Studierende der Wirtschaftspädagogik wurden gebeten, Aufsätze zu verfassen, in welchen sie ihre Vorstellungen zu „Theorie“ und „Praxis“ explizieren. Zudem sollten sie dazu Stellung nehmen, in welchem Verhältnis Theorie und Praxis ihrer Meinung nach in der Ausbildung zueinander stehen bzw. stehen sollten. Diese Aufsätze wurden inhaltsanalytisch ausgewertet.

Erkenntnisse:

Die befragten Studierenden haben ein sehr heterogenes Verständnis des Begriffs „Theorie“, das sich nicht mit dem wissenschaftlichen Verständnis von Theorie deckt. Der Begriff „Praxis“ wurde hingegen gar nicht erklärt. Stattdessen gingen die Aufsätze nach der Klärung des Theorieverständnisses umgehend in eine Beschreibung der Theorie-Praxis-Relationierung über. Womöglich empfinden die Studierenden den Begriff der Praxis als dermaßen selbsterklärend, dass sie deshalb auf eine Definition verzichteten. Bei den Beschreibungen des Theorie-Praxis-Verhältnisses fiel auf, dass deskriptive Beschreibung eine starke Differenz von Theorie und Praxis betonten, während präskriptive Aussagen den Wunsch nach einer Integration zum Ausdruck brachten.

Eigenprojekt
Laufzeit: September 2016 bis März 2017
Mitarbeiter: Mag. Ruben Kulcsar, MMag. Daniel Baillon

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