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Podiumsdiskussion zur Zukunft der HAK

Wie werden die kaufmännischen Schulen fit für die Zukunft? Darüber diskutierten am 24. Oktober 2017 bei der Jahrestagung der HAK-Direktoren Österreichs Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, Professor Georg Hans Neuweg, Investor Gerald Hörhan, AMS-Landeschef Gerhard Strasser, Dr. Michael Weiß von der Wirtschaftskammer Steiermark, der Wirtschaftstreuhänder Mag. Gerhard Stangl und Günter Lenhard von Oikokredit.


v. l. n. r.: Prof. Neuweg, Gerald Hörhan, Gerhard Straßer, BM Hammerschmid, MinR Kiss, Mag. Herbert Schorn, Günter Lenhard, Mag. Gerhard Stangl, Dr. Michael Weiß [Foto: Gintenstorfer]

Ministerin Sonja Hammerschmid lobte die Nähe von HAK und HAS zur Wirtschaft und hob unter anderem die Übungsfirmen und das Anliegen der Entrepreneurship Education positiv hervor. Gerald Hörhan, Gründer der Investmentpunk Academy, wies auf die enorme Bedeutung der digitalen Bildung hin. Es werde eine digitale Elite mit exorbitanten Wohlstandsvorteilen gegenüber den digital Ungebildeten entstehen: „Nur wenn die Schulen darauf vorbereiten, werden sie erfolgreich sein“.

Professor Neuweg benannte als zentrale Herausforderungen die Veränderungsdynamik am Arbeitsmarkt und die steigenden Übertrittsraten an die Universitäten. Um Beschäftigungs- und Studierfähigkeit gleichermaßen zu sichern, sei eine starke Allgemeinbildungssäule wichtig: „Die beste Bildung ist jene, die die Absolventinnen und Absolventen an das Nichtprognostizierbare anpassungsfähig macht.“ Vor allem sprachliche und mathematische Kompetenz hob Neuweg als wichtig hervor. Dem Rückgang der Schülerzahlen in den letzten Jahren solle man unter anderem durch den Aufbau einer objektiven Bildungs- und Laufbahnberatung am Ende der Unterstufe begegnen.

Gerhard Strasser vom AMS machte deutlich, dass die Arbeitslosenrate in den letzten Jahren vor allem bei den Menschen gestiegen sei, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen. Dagegen verzeichne man beispielsweise bei Handelsschülern geringe Arbeitslosenraten, auch wenn sie sehr oft nicht in jenem Bereich tätig sind, für den sie ausgebildet wurden.

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